Pärchen beim Foto-Shooting

Business-Fotoshooting für deine Personal Brand – bring deine Marke zum Glänzen

So wird dein Business-Fotoshooting ein Erfolg

 
aktualisiert im April 2021
Kennst du das? Du stöberst in alten Fotoalben und denkst dir:

„Was hat mich damals geritten?“

Nun, private Alben zu durchforsten und Erinnerungen aufleben zu lassen, ist ja normalerweise total schön und kann sehr unterhaltsam sein. Vor allem wenn es um den Dresscode der 80er geht wie zB Sakkos mit monströsen Schulterpölstern oder dem Vokuhila am Haupt.

Im Businesskontext ist das etwas anders: Hier wollen wir unsere Personal Brand aufbauen bzw. aktuell halten. Deshalb sollten wir darauf achten, was wir mit unseren Bildern transportieren wollen.

Schließlich möchten wir ja nicht den Eindruck vermitteln, in der Vergangenheit steckengeblieben zu sein.

Wer will schon „verstaubt“ aussehen?

Der Gesamteindruck deiner Marke muss passen und hier spielt das richtige Bildmaterial eine ganz wichtige Rolle.

Wer will schon altbacken anmutende Angebote kaufen? Ja, deine Bilder strahlen auch auf deine Angebote aus!

Der Zeitgeist ändert sich eben – wir entwickeln uns weiter.

Darum rate ich dir, auch deine Marke aktuell zu halten. Mittels deiner Fotos.

 

Gute, stimmige Fotos gehören zum sichtbaren Teil deiner Marke.

 

Dieser Teil deiner Marke wirkt bei deiner Zielgruppe ganz tief drinnen: Im Unterbewusstsein! Tolle Fotos machen deine Persönlichkeit nämlich spürbar.

Bilder sind so wichtig, denn sie wirken blitzschnell und lösen beim Kunden bestimmte Gefühle aus.

Hab es selbst in der Hand, ob dich deine Kunden in die Schublade des vorigen Jahrhunderts stecken oder ob sie dich für relevant erachten und beim nächsten Kauf in die engere Auswahl miteinbeziehen.

 

Gute Fotos schaffen es, innerhalb von Sekunden eine emotionale Bindung zur Zielgruppe herzustellen.

Richtig gute Bilder sind deshalb ein hervorragender Weg, Kunden zu begeistern, noch bevor sie dich persönlich kennengelernt haben (hier erfährst du mehr zu Begeisterungsfaktoren).

Im folgenden Beitrag möchte ich dir meine persönlichen Erfahrungen zu meinem letzten Fotoshooting weitergeben sowie eine Checkliste (100 %ig gratis und ohne Anmeldung!), die dir helfen soll, dein eigenes Business-Shooting zu planen.

 

Präsentiere dich aussen so, wie du innen bist!

 

Bei einem Personal Branding Shooting geht es darum, deine Marke auf eine visuelle Ebene zu bringen und die Persönlichkeit dabei in den Mittelpunkt zu stellen. Warum? Damit die Kunden ein Gefühl dafür bekommen, wer du bist. Der wichtigste Tipp: Versuch nicht jemand zu sein, der du nicht bist. Bleib dir treu. Denn eine Marke ist dann gut, wenn sie authentisch ist.

 

Viele gute Gründe, warum deine Personal Brand ab und zu ein kleines „professionelles“ Makeover braucht

 

  • Weil professionelle Fotos genauso wie ein Logo zur visuellen Grundausstattung deiner Marke gehören. Wenn du nicht gerade im „Retro-Eck“ positioniert bist, braucht dein Auftritt von Zeit zu Zeit kleinere Aktualisierungen.
  • Weil wir mit 45 nicht mehr so aussehen, wie mit 35
  • Weil ein Fundus an schönen Fotos deiner Seele schmeichelt; man sollte sich ab und zu ein Shooting gönnen
  • Weil sich unsere Marke ständig weiterentwickelt. Ich werde nicht müde zu betonen: Markenentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, der nie zu Ende geht. Auch deine Fotos sollten aktuell sein und keinen verstaubten Eindruck vermitteln.
  • Weil Laienfotos qualitativ nicht mit Fotografen-Fotos vergleichbar sind.
  • Weil sich unser Business weiterentwickelt. Sprichst du noch immer dieselbe Zielgruppe an?
  • Weil wir es unserer Zielgruppe leicht machen sollen. Mithilfe von Bildern lernen sie dich schneller kennen. Du kannst schneller Vertrauen aufbauen! Die abgedroschene Floskel „Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte“ stimmt!
  • Weil du Qualität, Aktualität und Authentizität auf deiner Webseite und deinen sozialen Kanälen ausstrahlen willst.
  • Weil ich häufig beobachte, dass viele Neo-Selbständige erst dann ihre Marke gefühlt „rund“ haben, wenn es auch passende Bilder von ihnen gibt.

 

Ein Shooting-Konzept zugeschnitten auf deine Personal Brand

 

Ich möchte dich im Folgenden gerne chronologisch und Schritt-für-Schritt durch (m)einen Shooting-Prozess zu führen. Am Ende kannst du dir gerne die Checkliste gratis herunterladen.

Bevor du zum Hörer greifst und einen Fotografentermin vereinbarst, mach dir bitte über folgende Punkte Gedanken:

 

 

#1: Wer bin ich?

Bevor du ein Shooting überhaupt andenkst, solltest du Klarheit über dich selbst, über deine Marke, haben.

Wer bist du, wofür stehst du, was möchtest du ausstrahlen?

Hier geht es um Fragen deiner Markenidentität, die du idealerweise bereits für dich klar hast.

ACHTUNG! Die Fotos kommen erst zum Schluss, zuerst musst du die Hausaufgaben machen und an deinem Fundament arbeiten.

Wie das geht, erfährst du in meinem Markenprogramm UNVERWECHSELBAR ZUR STARKEN MARKE.

 

Sei dir über dich selbst im Klaren

Wenn du diese Basics deiner Marke definiert hast, besprich sie bitte auch mit deinem Fotografen.

Ich persönlich wollte mit meinen neuen Bildern eine kleine Imagekorrektur an mir vornehmen: Weg von den Studiobildern (mit Bluse und Sakko), hin zu authentischen Szenenfotos, die mich so zeigen, wie ich tatsächlich bin, – meist in Jeans und in meinem Home-Office.

Wer bist du? Wie bist du? Wie willst du wahrgenommen werden?

 

 

#2: Das Ziel des Shootings: Wofür benötigst du die Bilder?

Vom geplanten späteren Einsatz hängen nämlich die weiteren Schritte ab.

Brauchst du die Fotos für die Webseite?

Für Social Media?

Brauchst du Profilbilder?

Brauchst du Bilder von dir in Action, die dich in deinem Job darstellen?

Was willst du damit kommunizieren?

Mein Ziel war es, einen gewissen Grundstock an Fotos für Social Media sowie diverse Kampagnen zu shooten. Ich wollte mir einen Pool an Fotos zulegen, aus dem ich regelmäßig schöpfen kann, ohne einen Engpass zu haben.

 

 

#3: Wo werden diese Bilder eingesetzt? Plane das Format

Auch diese Information ist für den Fotografen relevant, denn er achtet dann beim Shooting auf das richtige Format bzw. den richtigen Ausschnitt.

  • Einen querformatigen Ausschnitt brauchst du zB für Banner auf den sozialen Netzwerken (Facebook, YouTube, LinkedIn).
  • Bei Instagram sind zB quadratische Bilder von Vorteil.
  • Das Hochformat ist für Pinterest wichtig, sowie in Stories.
  • Oder brauchst du Bilder, auf denen du mit dem Finger irgendwohin zeigst (auf Text für Promozwecke)?
  • Oder schreibst du gerade ein Buch? Brauchst du Bilder für ein Cover, persönliche Karten, oder x-mas Karten? Denke an alle möglichen Anlässe.

 

Halte alle Ideen und Details fest. Ich empfehle dir, eine Liste mit den geplanten Platzierungen zu machen.

 

 

#4 Wie viele Bilder brauchst du?

Benötigst du lediglich 2-3 Business Fotos oder brauchst du, so wie in meinem Fall, ein größeres Repertoire an Bildern?

Davon hängen natürlich auch die Kosten ab. Denn bei Zweiterem wird dein Shooting wahrscheinlich einige Stunden in Anspruch nehmen, du musst den Fotografen länger buchen.

 

 

#5: Der richtige Fotograf

Die Wahl des richtigen Fotografen ist natürlich eine Frage des Vertrauens, des Stils und auch des Budgets.

Vielleicht kannst du dich in deinem Umfeld umhören und siehst dir Empfehlungen genauer an. Checke ihre Referenzprojekte auf deren Webseite.

Eine andere Möglichkeit ist es, durch Instagram zu scrollen, um ein Gefühl für einen Stil zu entwickeln, der dir gefällt und der zu deiner Marke passt. Wenn du Favoriten gefunden hast, schreib sie an.

 

Mit meiner Fotografin, Christine Andorfer war ich super zufrieden. Es war nicht mein erstes Shooting mit ihr, war auch den Vorteil hat, dass der Stil immer gleich bleibt. Sie fotografiert in Wien, Tirol, Vorarlberg, ist super flexibel, hat ein waches Auge, ist kreativ und hat viel Einfühlungsvermögen. Meine Gründe, warum ich mich für Christine entschieden habe:

  • Sie schafft es immer, dass ich mich vor der Kamera wohlfühle
  • Die Fotos wirken sehr natürlich
  • Sie ist eine extrem professionelle Berufsfotografin mit jahrelanger Erfahrung
  • Ich schätze ihre Flexibilität: Egal, welche Anforderungen ich habe, es gibt immer die perfekte Lösung dazu: Wir hatten bereits Shootings bei ihr im Atelier (wunderschön!) und auch bei mir zu Hause; ein Outdoor Shooting wäre auch einmal fein
  • Christine arbeitet nicht mit „Fixpaketen“ á là 2 Portraits und 10 Fotos für Social Media. Das ist nichts für mich, denn so etwas erzeugt Stress bei mir. Sie achtet nicht auf die Anzahl, sondern wir wählen alle passenden Bilder aus. Das reicht mir dann für einige Monate und Kampagnen.

 

Wenn du dich für einen Fotografen entschieden hast, vereinbare am besten ein persönliches Kennenlerngespräch, ein ausführliches Telefonat oder ein Treffen via Zoom. Besprich alle Details, die dir wichtig sind schon im Vorfeld und schau, ob er/sie dir zum Gesicht steht.

 

#6: Der richtige Shooting-Zeitpunkt

Plane genug Vorlaufzeit für dein Shooting ein. Ich habe mit Christine meinen Shootingtermin bereits zwei Monate im Vorhinein fixiert. Du wirst die Zeit brauchen, um dir im Klaren zu werden, was du wirklich willst und brauchst. Denn das hängt auch von der Jahresplanung deiner Aktivitäten ab.

Weiters hängt der Shooting Zeitpunkt auch davon ab, ob du Indoor oder Outdoor shooten willst. Bei Outdoor plane sicherheitshalber auch einen Alternativtermin ein, den du ev. wetterbedingt in Anspruch nehmen kannst.

 

#7: Lege dir auf Pinterest ein Moodboard an

Moodboards machen einerseits Spaß und außerdem sind sie der beste Weg, deinem Fotografen deine Vorstellungen mitzuteilen. Oft ist es schwierig, seine Wünsche in Worte zu fassen.

Bitte achte darauf, dass du andere nicht 1:1 kopierst. Diese Bilder sollten dir lediglich als Inspiration dienen. Gefällt dir zB eine bestimmte Geste, ein bestimmter farblicher Akzent, jemand, der „in Action“ ist, eine bestimmte Perspektive, farbenfrohe Bilder… ab damit auf die Pinwand.

Teile dieses „geheime“ Pinnwand einfach mit deinem Fotografen.

 

#8: Halte alle Ideen fest

Organisiere dich und halte immer alles sofort fest, was dir zum Thema Shooting einfällt. Sonst gehen diese Ideen 100%ig verloren.

 

So mache ich das:

  • Pinterest: hier sammle ich Bildeindrücke und Ideen auf meinen geheimen Pinnwänden
  • Trello-Board: Liste mit To-dos für das Shooting (was ist wann zu organisieren?), Liste mit Outfits, Liste mit Utensilien, Liste mit Szenen. Trello finde ich sehr praktisch, da ich auch auf der mobilen Version laufend meine To-dos aktualisieren kann.

 

#9: Location

Wo findet dein Shooting statt?

  • Outdoor
  • Im Studio
  • In deinen eigenen vier Wänden
  • In angemieteten Räumlichkeiten, zB über Airbnb

 

Welche Räume passen hier besonders gut zu dir/deinem Business?

Wenn du zB Ernährungscoach bist, wirst du wahrscheinlich Bilder in der Küche benötigen, am Esstisch, ev. auch mit Laptop.

Wenn du im Bereich Beauty unterwegs bist, wird ein schönes Badezimmer für dich spannend sein. Für jemanden, der sich mit Wellness und Gesundheit auseinandersetzt, ist ev. eine gewisse Morgenroutine wichtig, sprich, Schlafbereich.

Für Mindsetcoaches ev. ein gediegenes Wohnzimmer mit Couch.

Ich benötigte für mein Shooting mein Büro sowie den Couchbereich im Wohnzimmer mit Laptop…

 

 

#10: Utensilien

Welche Utensilien sollen mit auf die Bilder? Welche musst du noch besorgen? Bei mir sah diese Liste folgendermaßen aus:

  • Laptop
  • Smartphone
  • Smartphonehülle
  • Lieblingstassen
  • Kopfhöhrer
  • Mikrophon
  • Schreibzeug (ev. mit deinem Logo drauf)
  • Notizbuch in deiner CI-Farbe (mit Logo, falls verfügbar)
  • Wasserglas, Wasserkaraffe
  • Frische Blumen (welche passen zu dir?)
  • Vase
  • Polster, Decke
  • Karten

 

 

#11: Outfit / Garderobe

Hierzu solltest du zwei Dinge beachten:

  1. Wozu brauchst du die Bilder? Sind es „nur“ Business Portraits? Dann mach dir Gedanken über passende Oberteile. Oder brauchst du Ganzkörperaufnahmen, quasi Personal Branding Fotos? Dann wird das Thema Outfit etwas aufwändiger, weil es tatsächlich von oben bis unten sitzen muss. So macht es einen Unterschied, ob du in Turnschuhen shootest oder in High Heels.
  2. Lege dir auf jeden Fall mehrere Outfits zurecht und überlege nochmals, wie du wirken willst. Eher förmlich (Blazer, schlicht & elegant) oder leger (Jeans)? Notfalls geh nochmals shoppen, damit dein Outfit auch sicher sitzt und du dich wohlfühlst. Verlass dich besser nicht darauf, dass noch einige Kilos bis zum Shooting purzeln. Hast du zB auch Kleidungsstücke in deiner CI-Farbe?

Da bei mir ein Indoor-Shooting zu Hause in meinen eigenen Räumlichkeiten auf dem Programm stand und ich nicht barfuß herumlaufen wollte, habe ich mir zB zeitgerecht neue Sneaker gekauft, Barfußbilder halte ich für unpassend.

Und noch ein Tipp zur Kleidung: Lege dir alle Outfitkombinationen gebügelt zurecht.

 

#12: Das Rundum-Schönheitspaket Friseur, Kosmetik, Maniküre, Pediküre

Du willst dich rundum wohlfühlen? Dann plane rechtzeitig Termine ein für Friseur, Kosmetik, Maniküre, Pediküre – was auch immer du brauchst, um dich an deinem Shootingtag wohlzufühlen.

Zum Thema Friseur: Ich persönlich mag meine Fotos so natürlich wie möglich. Ich finde zB auch Hochzeitsbilder sehr befremdlich, wenn sich Bräute Frisuren stecken lassen, die sie normalerweise nie tragen.

Gerade auf Bildern, die meine Marke im Außen darstellen sollen, möchte ich so sein, wie ich auch im echten Leben bin: Das ist für mich eine authentische Personal Brand.

D.h. am Tag des Shootings hatte ich weder eine Stylistin, noch eine Visagistin dabei. Aber diese Entscheidung möchte ich dir überlassen. Irgendwann möchte ich diese Erfahrung auch machen.

 

#13: Der Tag des Shootings

Achte darauf, dass du am Tag davor genug Wasser trinkst und früh genug ins Bett kommst, damit du fit für deinen großen Tag bist ?. Nun ist alles vorbereitet, mit dem Fotografen alles abgeklärt, er kennt deine Vorstellungen und Checklisten. Es kann losgehen. Ab nun übernimmt der Fotograf . Du darfst jetzt einfach Spaß haben.

 

Wenn du dazwischen Zeit übrig hast, könntest du ja auch eine Story auf Instagram oder Facebook posten und so deine Fans an deinem Event teilhaben lassen.

 

Noch am selben Abend habe ich von meiner Fotografin pdfs bekommen mit allen Bildern zum Auswählen.

Meine Auswahl ging dann noch in die Retusche (zB Steckdosen weg, die störten, etc.), mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

 

Aufgrund meiner genauen Planung hatte ich einen festen Rahmen, innerhalb dessen ich trotzdem sehr flexibel war. Das lässt Stress erst gar nicht hochkommen.

 

Lade dir hier die Checkliste runter (gratis ohne Anmeldung!): 

 

 

 

 

Ich hoffe, ich konnte dir einige Inspirationen geben für dein nächstes Shooting.

Nochmals: Ich möchte dir empfehlen, ZUERST die Basis für deine Marke klar zu haben und erst dann den sichtbaren Teil deiner Marke zu entwickeln. Andersrum kann Vieles in die Hose gehen.

Du läufst sogar Gefahr, die falschen Kunden anzuziehen – oder auch gar keine, weil du nicht die gewünschte Wirkung erzielst oder Irritation hervorrufst.

 

Welche Erfahrungen hast du mit Shootings gemacht? Schreib es gerne in die Kommentare – ich freue mich darauf.

 

Alles Liebe,

Michaela

 

 

 

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