17 kreative Ideen für FB Posts_Michaela Benkitsch

17 kreative Ideen für deine Facebook Posts, die du sofort umsetzen kannst

Wer auf Facebook eine Unternehmensseite betreibt, sollte auch regelmäßig aktiv sein. Das gilt für kleinere und größere Unternehmen. Ich höre immer wieder: „Ich habe keine Inhalte, ich hab nichts zu erzählen.“ Jeder hat etwas zu erzählen, da bin ich mir ziemlich sicher. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Das ist übrigens bei weitem die schlechteste Alternative, wenn es darum geht, seine Facebook Fanpage mit Inhalten zu befüllen. Der Grund ist einfach und liegt schon in deiner eigenen Positionierung, die hoffentlich einzigartig ist. So sollst du auch einzigartige Inhalte vermitteln, um deine Alleinstellung zu unterstreichen.

Bevor ich meine Tipps festhalte, möchte ich nochmals die Basis deiner gesamten Marketingaktivitäten betonen: Mach dir zuerst ein Bild von deinem Wunschkunden und wie du ihm helfen kannst. Welchen Mehrwert kannst du ihm bieten? Welches Problem kannst du lösen? Dir fällt bestimmt Einiges ein.

Einige Anregungen, wie du deinen Stream beleben kannst.

Ich habe einfach meine Gedanken festgehalten, wobei die Auflistung nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Los geht’s.

1. Infopostings:

Biete Informationen rund um dein Produkt oder Dienstleistung. Halte dir wieder vor Augen, welche Infos für deine (potentiellen) Kunden relevant sind und einen Mehrwert bieten. Achte dabei, dass du nicht zu trocken wirst und die Fans nicht mit zu vielen sachlichen Informationen erschlägst. Außerdem gilt: Weniger ist oft mehr. Bring’s deshalb auf den Punkt und mach’s kurz und knackig. Geschickt verpackt, können Infopostings auf hohe Resonanz stoßen.

2. Dein USP – erzähl mal:

Was macht dein Business oder dich so einzigartig? Kommuniziere es und lass es die Fans wissen. Bau deinen USP immer wieder in der Kommunikation ein, aber stelle dich nicht als Superstar dar. Ja, du bist Experte auf einem bestimmten Gebiet, aber bitte in Dosen kommunizieren.

3. Fremdinhalte teilen:

Wenn Fremdinhalte zu deinem Produkt oder Dienstleistung passen, warum nicht? Deine Leser werden dir danken, dass du ihnen passende Tipps empfiehlst. Es versteht sich aber von selbst, dass der Urheber erwähnt werden sollte (im besten Fall den Beitrag verlinken und zusätzlich den Urheber erwähnen). Es gilt wie immer: nicht übertreiben mit den Femdinhalten, – ein guter Mix macht’s aus.

4. Instagram-Inhalte teilen:

Du kannst auch ganz einfach Inhalte von Instagram auf Facebook teilen. Ich empfehle dir, das Teilen der Bilder nicht zu automatisieren, da höchstwahrscheinlich nicht jedes Instagram Bild auch zu deinem Facebook Feed passt, weil hier eben andere Fans unterwegs sind und du anders kommunizierst. Viele machen’s dennoch.

Wie funktioniert das Teilen? Öffne Instagram im Browser auf deinem Desktop, öffne das Bild, das du teilen möchtest. Kopiere dann den Link im Browser und füge ihn auf Facebook ein. Schreib Text dazu, plane den Beitrag oder veröffentliche ihn sofort. Fertig.

Bild_Instagram Link kopieren

Übrigens – du kannst mir gerne auf Instagram folgen. Ich nutze Instagram zwar eher privat, freue mich aber trotzdem euch auch via Instagram kennenzulernen.  Mein Instagramname ist @miben_vie .

5. How-To Anleitungen:

Warum den Fans nicht zeigen, wie etwas funktioniert, worauf genau zu achten ist? Warum weihst du sie nicht in kleine Betriebsgeheimnisse ein? Das macht dein Unternehmen doch „näher“ und persönlicher. Keine Angst, du musst nicht das gut gehütete Firmengeheimnis verraten. Dennoch – dein Ziel ist es, als Experte auf deinem Gebiet wahrgenommen zu werden. Deine Fans sollen von dir begeistert sein und immer wieder vorbeikommen, interagieren und dich im besten Fall weiterempfehlen.

Als Coach könntest du ein Kurzvideo über Zeitmanagement drehen, in dem du ein Zeitmanagementtool vorstellst. Als Bäcker könntest du einen Tipp geben, wie man den perfekten Sauerteig selbst herstellt und was gerade das Besondere an deinem Sauerteig ist.

6. Unboxing:

Unboxing Videos – was ist das und was macht den Reiz aus? Unboxing Videos sind quasi Überraschungspakete für Erwachsene. Die Empfänger zelebrieren das Auspacken online über sogenannte „unboxing videos“. Übrigens, dazu gibt es tolle Erfolgsstories, die auch viral werden können. Was will man mehr? Aber bleiben wir realistisch, Viralität ist nicht bzw. nur bis zu einem gewissen Grad planbar. Dennoch könntest du auch das Thema Unboxing Video andenken. Entweder du beglückst Kooperationspartner mit deinem Produkt und vereinbarst, dass sie ein Video drehen, das du teilen darfst. Oder du „unboxed“ einfach mal selbst ;-). Wie du weißt, auch der Facebook Algorithmus mag Videos und belohnt sie mit hoher Reichweite.

Hier geht’s zum Link von den Online Marketing Rockstars, die über eine Unboxing Erfolgsstory berichten. Zwar nicht als isolierte Maßnahme, sondern in Kombination mit weiteren Online-Aktivitäten, – sehr nett zum Lesen. Vorweg: Es geht um Matratzen 🙂

7. Vorstellung der Mitarbeiter:

Man will ja schließlich wissen, wer hinter dem Unternehmen steckt. So wird auch dein Feed persönlicher und „lebt“. Zeig sie her. Sind sie sogar Experten auf einem bestimmten Gebiet? Wieder eine Idee. Lass sie sprechen oder schreiben. Das kann dir nur hinsichtlich Glaubwürdigkeit helfen.

8. Kinderpostings:

Das ist so eine Sache – hier teilen sich die Meinungen. Also ich finde, dass Posts von den eigenen Kindern auf der Facebook Seite nur ausnahmsweise ihre Berechtigung haben. Ich selbst habe zwar drei Kinder, halte sie jedoch von meiner Fanseite fern. Es passt nicht zu meiner Positionierung und meinem Auftritt. Ich verheimliche zwar nicht, dass es sie gibt, aber ich bin kein Lifestyle-Blogger, wo das Thema Kids eher hinpasst. Außerdem will ich nicht zuviel über meine Kinder preisgeben. Wenn sie soweit sind, sollen sie selbst entscheiden, wie sie Social Media für sich nutzen wollen.

Es gibt jedoch auch die andere Seite, die ebenfalls ihre Berechtigung hat. Unternehmen, die als Familienunternehmen auftreten und bei denen die Familie auch in ihrer Positionierung eine Rolle spielt. Why not? Zum Beispiel ein Tourismusbetrieb, der Urlaube für Jungfamilien anbietet oder ein Bio-Gewürzehersteller, für den die Familie und Mitarbeiter ganz oben stehen. Ein tolles Beispiel ist hier zum Beispiel die österreichische Marke Sonnentor aus dem Waldviertel. Sonnentor integriert in seiner Facebook-Kommunikation ganz bewußt den guten Boss samt Familie und Mitarbeitern. Das zahlt positiv auf die Marke ein und macht sie sehr sympathisch und bodenständig.

Ein anderes Beispiel sind kleinere Weinbaubetriebe, welche heutzutage noch immer sehr familiär geführt werden. So könnten Kinderfotos durchaus gepostet werden, wenn diese zB bei der Weingartenarbeit mithelfen… (nicht falsch verstehen, es geht hier um Spaßarbeit, nicht um echte Kinderarbeit; da auch ich hier meine Wurzeln habe, weiß ich das ;-).

9. Cat Content:

Gehört in die Kategorie „Funpostings“ und Unterhaltung. Cat Content kann ab und zu durchaus den Feed auflockern. Übertreiben sollte man mit den niedlichen Katzenpostings natürlich nicht. Aber sie funktionieren ;-).

10. Jubiläen:

Geburtstage bekannter Persönlichkeiten, besondere Ereignisse oder wiederkehrende Jahrestage (z. B. Feiertage) – nutze sie, wenn sie zu dir passen. So könntest du als Blumenladen das Thema Muttertag aufgreifen, als Kinderarzt das Thema Weltkindertag oder als Zahnarzt den jährlichen Tag der Zahngesundheit. Hier findest du zwei Links, die dir beim Ideenfinden helfen:

http://www.kleiner-kalender.de./

http://www.kalenderblatt.de/

Ein weiters Beispiel sind firmeneigene Jubiläen. Dein Unternehmen existiert bereits seit 5 Jahren? Dann erzähle es, du kannst stolz darauf sein. Außerdem könntest du rund um dieses Jubiläum weitere Online-Aktivitäten planen.

11. Großveranstaltungen:

US Open, Weltmeisterschaften, Schispringen – es gibt zahlreiche Großveranstaltungen, die national oder international über eine breite Bekanntheit verfügen. Nutze diese Events für dich, aber pass auf, inwieweit du dich hier in rechtlicher Hinsicht auf Glatteis begeben könntest.

Zur Information, was alles beachtet werden muss, gibt der Beitrag von Rechtsanwalt Dr. Thomas Schwenke rechtliche Hinweise zur Werbung mit Olympia.  Nur ein Beispiel, da das Thema Olympia gerade sehr aktuell war. Sehr informativ.

12. Anknüpfen an den Erfolg anderer Marken:

Wenn du hier sehr kreativ bist, lässt sich Einiges realisieren. Das aktuellste und sehr heiße Thema im Moment: Pokémon Go. Wie kannst du quasi als „Trittbrettfahrer“ den Pokémon Boom für dein Unternehmen nutzen? Auch hier gibt’s markenrechtliche Stolpersteine. Dieser Beitrag vom Rechtsanwalt Dr. Thomas Schwenke zeigt die rechtlichen Grenzen und praktischen Risiken auf.

13. Zufriedene Kunden sind Gold wert:

Lass sie für dein Produkt oder Dienstleistung bzw. für dein Unternehmen „sprechen“. Bitte sie einerseits, dir eine Bewertung zu geben (Sternchenbewertung auf Facebook). Sie könnten auch von ihren positiven Produkt- oder Serviceerfahrungen erzählen. Überleg dir einmal, wie du das in deinen Posts integrieren könntest und sag’s deinen Fans weiter.

14. Wetter:

Falls es in irgendeinem Zusammenhang mit deinem Unternehmen gebracht werden kann, warum nicht? Du bist Landschaftsgärtner und gibst Tipps, wie bestimmte Pflanzen unter diversen Bedingungen zu pflegen sind? Du bist Arzt und weist bei hochsommerlichen Temperaturen auf Anzeichen von Hitzeschlägen hin. Die Ideenkiste ist hier endlos.

15. Emotionales & Persönliches:

Das wäre zum Thema Befindlichkeiten. Wenn du der Typ dazu bist….

16. Starke Meinungen:

Heikles Thema – es sollte gut überlegt sein. Du vertrittst eine Meinung und möchtest sie auf Facebook unbedingt kundtun? Bedenke, dass du womöglich auch Diskussionen vom Zaun brichst, was ja andererseits nicht schlecht ist, da ja polarisierende Themen Interaktionen auslösen (Kommentare auf Facebooks, Teilen). Als Beispiel fällt mir hier der Landarzt mit schulmedizinischem Schwerpunkt ein, der sich gegen die Homöopathie ausspricht und hier laufend Beispiele kommuniziert (ja, das könnte sehr heikel werden ;-).

17. Mein letzter Tipp: Kreativität

Wenn dir jetzt immer noch nichts einfällt, dann mach dir erst mal Gedanken über eine für dich passende Kreativitätstechnik. Es gibt ca. 250 verschiedene etablierte Methoden, die dir auf den Sprung helfen können. Die meisten sind gratis im Internet beschrieben. Hier ein guter Überblick vom Atelier für Ideen. Ich persönlich wende für meine Ideenfindung oder um mein Wissen für Seminare oder Blogposts zu strukturieren, gerne das Mind Mapping an. Dazu gibt’s auch gute und gratis Mind Mapping Apps, um auch mobil produktiv zu sein.

Ich hoffe, ich konnte dir in diesem Beitrag einige Anregungen geben, wie du deinen Redaktionsplan mit Inhalten füllen kannst. Falls dir noch etwas einfällt, bitte einfach in den Kommentaren posten. Ich ergänze sehr gerne die Liste. Falls dir nichts einfällt, ruf mich an. Ich betreue auch Social Media Accounts ;-).

Alles Gute,

Michaela

5 Kommentare
  1. Claudia Jehmlich
    Claudia Jehmlich says:

    Hallo Michaela, manchmal hat man so viel um die Ohren, das man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht… Viele der Tipps sind eigentlich offensichtlich, aber trotzdem habe ich noch nicht daran gedacht, also vielen Dank 🙂

    Antworten

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