Markenpersönlichkeit - Bild

Die Sprache deiner einzigartigen Markenpersönlichkeit und Beispiele

 

Reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Kennst du sicher, oder?

Das ist vor allem in Verbindung mit Kindern eine geläufige Redewendung. Einfach frei von der Seele, – sehr authentisch eben. Aber im Laufe der Zeit fügen wir uns in die engen Regeln und starren Strukturen der Gesellschaft, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. Wir verlernen, auf uns selbst zu hören, wir verlernen, so zu kommunizieren, wie es ursprünglich unserer eigenen Persönlichkeit entspricht. Wir haben gelernt, uns anzupassen.

Bei starken Marken geht es allerdings um das Gegenteil von Anpassen und Verbiegen:

Es geht um Authentizität.

 

Marken sind dann authentisch, wenn sie die Sprache sprechen, die ihrer Markenpersönlichkeit entspricht. Welche Macht übrigens die richtigen Bilder haben, – das Thema kannst du gerne hier nachlesen. 

Wenn du deine starke Marke aufbauen willst, kommst du nicht daran vorbei, an deinem Markenfundament zu arbeiten. Ein ganz wichtiges Puzzleteilchen deines Fundaments ist deine Markenpersönlichkeit. Wenn du dir deiner Markenpersönlichkeit bewusst bist, dann wirst du in der Lage sein, mit deinen natürlichen Vorzügen zu kommunizieren. Du wirst als selbstbewusster und authentischer wahrgenommen und bist so in der Lage, einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Genau das kommt übrigens als Feedback von den Teilnehmern meines Markenprogramms immer wieder zurück.

Lass uns heute gemeinsam in dieses spannende Thema eintauchen.

Welcher Archetyp bist du? Deine Markenpersönlichkeit äußert sich im Archetyp

 

Um gleich mit einem Beispiel zu starten: Mein Archetyp ist der „Weise“, der für Tiefgang und Stabilität steht. Das heißt, auch meine Sprache ist ganz nach dem Motto „erst denken, dann reden“. Also die „Sprache des Zuhörens“.

Wenn du mit mir zB ein Kennenlerngespräch buchst, bist in erster Linie mal du an der Reihe. Und ich höre zu. Als „Weiser“ bin ich der pragmatische Denker und kommuniziere nicht mit Fantasien oder leidenschaftlichen Apellen. Ich höre aufmerksam zu, gehe Probleme systematisch an und gebe zuverlässige Lösungen und Antworten.

Während zB die Emotionspersönlichkeiten die Sprache der Beziehung sprechen und manchmal zu viel von sich preisgeben, halte ich von Natur aus meine Emotionen eher zurück. Ich stehe auch nicht sonderlich gerne im Rampenlicht. Ich bleibe viel eher als Tiefgang-Persönlichkeit gelassen ohne laut aufzufallen. Stattdessen habe ich immer gute Gründe mit Substanz für die beste Lösung ?.

Einer meiner größten Mehrwerte ist, dass ich auf Details achte und Probleme systematisch angehe. Das ist auch der Grund, warum Menschen, die emotionsgeladen sind (das sind großteils die Kreativen), gerne mit mir zusammenarbeiten: Um u.a. mehr Struktur in ihr Gedankenchaos zu bringen, sich zu sortieren und für sie den besten nächsten Schritt zu machen. Das heißt, in diesem Fall kann ich etwas beitragen, was meinen Kunden fehlt.

Beständigkeit ist bei mir ebenfalls ein großes Stichwort, was gut zu meinem Thema Marke passt. Zick-Zack-Kurse sind beim Markenaufbau alles andere als vorteilhaft ?.

Zu meinem Archetypen passt auch, dass ich mein Privatleben eher schütze, während z.B. Emotionstypen oder Powertypen mit Einblicken in ihr Privates normalerweise nicht sparen.

 

Eine starke Marke kennt ihre Markenpersönlichkeit

 

Du siehst, herauszufinden, welcher Persönlichkeitsarchetyp du bist, hilft dir einerseits sehr, dich selbst besser zu verstehen, und andererseits, um deine stimmige Marke zu bauen, die du bewusst steuern willst.

Achtung Stolperfalle!

Bitte wähle nicht eine Sprache, nur um deinen Kunden zu gefallen oder eine bestimmte Zielgruppe anzuziehen. Denn dann passiert es, dass du dich „verbiegst“, was wiederum häufig an Marktschreierei grenzt oder einfach nur für Irritation sorgt.

Du solltest die Sprache wählen, die dir von Natur aus in die Wiege gelegt wurde. Denn diese fällt dir am leichtesten, hier bist du am stärksten und authentischsten. Das ist ein Signal einer starken Markenpersönlichkeit und wird auch von den richtigen Kunden genau so interpretiert.

 

Jede Marke sendet Signale aus

Du weißt, dass jede Marke bewusst UND unbewusst Signale aussendet.

Überlegen wir kurz: Wenn wir unbewusst Signale senden, die uns so zeigen, wie wir sind (wir haben ja wenig bis gar keinen Einfluss auf diese unbewussten Signale), jedoch bewusst etwas anderes vorgeben wollen (zB einen anderen Sprachstil: Power statt Emotion), löst das Verwirrung bei deinen potentiellen Kunden aus. Du sprichst schlussendlich niemanden an. Folglich bist du irrelevant, weil du von deinen Kunden nicht einmal wahrgenommen wirst. Der Autopilot, das emotionale Gehirn des Kunden, blendet dich unbewusst aus, sodass du nicht auf dem Radarschirm auftauchst.

 

Deine Botschaften stehen in Konkurrenz mit ganz vielen anderen Botschaften. Sprich so, wie es zu deiner Markenpersönlichkeit passt.

Sich seiner Markenpersönlichkeit bewusst zu sein, macht also ganz viel Sinn, denn nur so kannst du auch in deiner vollen Stärke kommunizieren. Nur so gelingt es dir, deinen charakteristischen Mehrwert bewusst ans Tageslicht zu bringen und positive Signale auszusenden.

Das ist insofern wichtig, als du immer mit folgenden Herausforderungen konfrontiert bist:

  • Mitbewerb: Es gibt zig Mitbewerber, die dich dazu verleiten, in die falsche Richtung zu laufen. Bespiele dein eigenes Spielfeld, hier bist du der Schiedsrichter! Achte darauf, WER DU BIST.
  • Ablenkung: Du darfst nicht davon ausgehen, dass du immer die volle Aufmerksamkeit deines Kunden hast. Ablenkung ist eine große Verführung für deine potentiellen Kunden. Sei es im echten Leben oder im Internet, durch zB ein Pop-Up.
  • Austauschbarkeit: Wenn du in den Augen deiner Kunden zu einem glatten Allerweltsprodukt wirst, bist du leicht zu ersetzen. Besser ist es, den Fokus auf seinen persönlichen Mehrwert zu legen.

 

Diese „Bedrohungen“ kannst du eloquent umschiffen, indem du dir deine Markenpersönlichkeit ganz bewusst machst. Authentischer geht es nicht.

Deine Persönlichkeit ist nämlich dein ganz natürliches Asset gegen Wettbewerb, Ablenkung und Austauschbarkeit.

Mit bestimmten Persönlichkeitsvorzügen fühlst du dich pudelwohl und kannst überzeugen. Mit anderen fühlst du dich gestresst, sie laugen dich aus. Vergiss letztere, sie bremsen dich nur und kosten dich viel zu viel Energie.

 

95:5 – Der Autopilot ist mächtiger, als du denkst

Im Rahmen meines Markenprogramms (hier geht’s übrigens zur Warteliste) arbeiten wir übrigens auch an deiner Markenpersönlichkeit und dem Sprachstil, denn Sprache und Markenbotschaften wirken ganz stark im Unbewussten der Kunden.

Viele Studien beweisen, dass unser Unterbewusstsein zu 95% unsere Entscheidungen trifft. Sende also eindeutige Signale an das Unterbewusstsein deiner Zielgruppe, denn genau hier werden Emotionen geweckt und ins Bewusstsein deiner Kunden gebracht.

Mit Sprache weckst du Emotionen.

 

Auch deshalb ist es sehr vorteilhaft, den eigenen Sprachstil mal genauer unter die Lupe zu nehmen und sich selbst einzustufen, damit du ihm treu bleiben kannst. Denn, wie gesagt, Irritationen können wir im Markenauftritt nicht gebrauchen ?.

 

Die Wirkung der Sprache, die deiner Markenpersönlichkeit entspricht – ein Beispiel aus meinem Alltag

Mit dem folgenden Beispiel möchte ich gerne die Wirkung der Sprache anhand eines Beispiels aus meinem Familienalltag zeigen. Achte bitte darauf, wie unterschiedlich die Wortwahl je nach Persönlichkeitstyp ist und wie sie auf dich wirkt (ich beziehe mich übrigens auf die Archetypen von Sally Hogshead).

Los geht’s. Es geht um ein Grundbedürfnis: Das Essen. Genauer gesagt, grünes Essen für meine Kinder. Bis auf grünen Salat stehen sie leider nicht auf diese Farbe am Teller.

Da ich aber ziemlich hartnäckig bin, versuche ich es immer wieder ?. Letztens mit Bärlauchsuppe.

Also – wie bekomme ich meine Kinder dazu, Bärlauchsuppe zu essen? Lass uns die unterschiedlichen Sprachen mal genauer ansehen.

 

POWER – die Sprache der Stärke

Menschen mit Power sind selbstsicher und die geborenen Leader. Sie gewinnen schnell Respekt von Kunden, inspirieren andere durch Ziele und Ansichten. Sie wissen was sie wollen.

Als Elternteil würde ich hier sagen: „Iss jetzt deine Suppe!“

 

PASSION – die Sprache der Emotion

Diese Menschen bauen schnell Verbindungen zu ihren Kunden auf. Sie haben eine ausgeprägte Fähigkeit, Beziehungen zu formen und Netzwerke zu beleben. Sie sind soziale Schmetterlinge und können auch in Präsentationen ihren Standpunkt wirkungsvoll kommunizieren.

Als Mama könnte ich hier kreativ sein und die Suppe in einem coolen Teller mit Bob, dem Baumeister servieren, der bis zum Tellerboden den Aushub erledigen muss. (Meine Kinder sind übrigens schon etwas zu alt für Bob ?).

 

INNOVATION – Die Sprache der Kreativität

Das sind kreative und unkonventionelle Denker. Es sind tolle Problemlöser mit unerwarteten, neuen Lösungen. Sie sind Ideenmaschinen und ermutigen andere, Gewohnheiten zu durchbrechen.

Als Eltern möchte ich verhindern, dass Essen langweilig wird. Wenn Bärlauch nicht schmeckt, gibt’s eben Brokkoli als Alternative.

 

PRESTIGE – Die Sprache der Excellence

Diese Menschen suchen instinktiv nach Verbesserungen, höheren Zielen und greifbaren Beweisen für ihren Erfolg. Ihr persönliches und berufliches Ziel ist es, immer besser zu werden. Sie kennen ihre Stärken und Schwächen und vermeiden Misserfolge, indem sie den Fokus auf die Stärken legen. Sie meiden Durchschnitt.

In unserem Elternbeispiel könnte hier zwischen den Kindern ein kleiner Wettbewerb eingeleitet werden: „Okay, wer ist heute der Kaiser?“

 

WACHSAMKEIT – Sprache der Details

Diese Menschen haben die Fähigkeit, Komplexität runterzubrechen. Sie machen ihr Ding proaktiv und sehr detail- und termingetreu. Sie lieben Schritt-für-Schritt Prozesse und können mit komplexen Anforderungen gut umgehen. Sie bleiben auf dem Weg, ohne den Fokus zu verlieren.

In unserem privaten Essensbeispiel sorgen sie für Struktur: „Zuerst wird gegessen, danach dürft ihr noch fernsehen.“

 

STABILITÄT – Sprache der Zuverlässigkeit

Diesen Menschen wird Respekt und Loyalität gezollt. Sie verfügen über eine beständige Arbeitsweise in einer chaotischen Umgebung. Auf sie ist Verlass, sie werden für ihre Vertrauenswürdigkeit sehr geschätzt und führen Dinge zu Ende, die sie versprochen haben. Es sind keine Wichtigtuer, sie nutzen bestehende Methoden, die funktionieren. Sie halten das, was sie versprechen.

Als Mama könnte ich bei einem drohenden Essensboykott auf Bewährtes setzen. Lieben die Kinder zB die Tradition einer kleinen Fußmassage vor dem Zubettgehen? Dann könnten wir vereinbaren: „Zuerst Bärlauchsuppe, dann Fußmassage (oder Gutenachtgeschichte).“

 

TIEFGANG – Sprache des Zuhörens

Tiefgang-Menschen haben die Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen und Dinge gut zu durchdenken. Das ist ihr Vorteil gegenüber einer extrovertierten Persönlichkeit. Sie stehen nicht auf laute Apelle, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie sind eher pragmatische Denker und analysieren, bevor sie entscheiden. Sie erarbeiten geschickt Strategien nach sorgfältiger Reflexion.

Die Eltern in unserer herausfordernden grünen Essenssituation könnten ihre Kinder neugierig machen: „Nach der Suppe gibt es noch eine tolle Überraschung – ich weiß, ihr werdet sie lieben! Aber zuerst wird die Bärlauchsuppe gegessen.“

 

Zusammenfassung: Die spezifische Sprache deiner Markenpersönlichkeit

Jeder Mensch ist anders, jeder hat seine eigenen Vorzüge, seinen ganz bestimmten Mehrwert, den er mit seiner besonderen Sprache, die zu ihm passt, einbringen kann.

Herauszufinden, wo dieser Mehrwert in der Kommunikation genau liegt, ist ein wichtiger Teil deiner Marke. Denn darauf basiert schlussendlich auch die persönliche Wirkung, die bei deinem Gegenüber etwas auslösen soll.

 

Das und vieles mehr erarbeiten wir im Markenprogramm. Hüpfe gerne unverbindlich auf die Warteliste.

 

Übrigens – wenn du dich dem Thema Corporate Wording für Selbständige zB anhand deines Mottos annähern willst (meines ist: #mehrmarkegehtimmer), dann habe ich hier eine Leseempfehlung für dich: Céline Tüyeni.

 

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