Mein Weg, mein Warum_Michaela Benkitsch

Mein Weg, mein Opa und mein Warum

Das ist wahrscheinlich der persönlichste Blogpost, den ich je geschrieben habe. Ich möchte euch erzählen, warum ich das mache, was ich mache. Ich betone in meinen Mentorings immer wieder: Zeige Persönlichkeit, finde heraus, wie du mit deiner Persönlichkeit überzeugen kannst, denn Menschen kaufen deine Persönlichkeit. Deine Persönlichkeit ist deine Leistung. Nun, um die Vorzüge deiner Persönlichkeit herauszufinden, um sie richtig einzusetzen, musst du tiefer gehen, weiter zurück und dein Warum finden. Das ist auch ein wichtiger Teil im Rahmen einer (Personen-) Positionierung.

 

Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen und mein Warum zu finden

Und das geht am besten, indem ich grabe, ganz tief in mich hineinhorche und ganz weit zurückgehe. Ich will herausfinden, warum ich das mache, was ich mache, nämlich leidenschaftlich Marketing. Doch woher kommt diese große Leidenschaft? Wo hat es seinen Ursprung? Warum habe ich mich gerade für Marketing entschieden?

Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wo die Wurzeln meines Warum liegen. Und ich bin fündig geworden: Opa ist schuld. Den Grund für mein Warum habe ich bei meinem Opa gefunden.

Zurück zum Ursprung

Ich machte mir schon als Kind so meine Gedanken, was ich einmal werden sollte. Ich glaube, das ist ganz normal. Spätestens dann, als in der Volksschule die Freundschaftsbücher kursierten, fragte ich mich, ob ich Lehrerin oder besser gleich Mama werden sollte.

Einige Jahre später war ich mit ziemlich sicher, – ich wusste es endlich, ich wusste, dass ich Musiklehrerin werden wollte oder Kinderärztin. Nachdem es aber ziemlich bald klar war, dass ich meine damaligen Passionen ad acta legen musste, – für eine Musikkarriere hätte es niemals gereicht, da ich „nur“ durchschnittlich war, und Kinderärztin zu werden kam leider auch nicht in Frage, da ich kein Blut sehen konnte und mehr leide, als die Kinder selbst. Beides „lebt“ aber auch heute noch in mir: Ich musizierte jahrelang (Klavier über 10 Jahre und Tenorhorn (ja genau!) ebenso). Und das Thema Kinder ist ohnehin ein sehr präsentes in meiner eigenen Familie;-).

Es mussten aber neue Ideen her, was ich einmal werden könnte, aber ich hatte keine. Da war nichts Offensichtliches, da war nichts, was mich so richtig begeisterte. Ich machte zwar Vieles, alles war einfach fein, ich hatte Spaß am Leben, wuchs unbeschwert auf, aber da war nichts Spezielles, wo ich sagte: Wow, das ist es. Konkretere Ideen über ein mögliches Berufsziel ließen lange auf sich warten. Auf die Frage: „Na, was willst du einmal werden?“ kam nur betretendes Schweigen.

Nun, mein Coach meinte kürzlich, ich sollte doch noch mehr in mich hineinhorchen, es gibt da bestimmt Situationen, Vorlieben oder Personen, die Rückschlüsse zulassen würden. Und so war es. Jetzt, im Nachhinein ist alles glasklar.

Mein Opa ist schuld

Als Kind und Jugendliche bewunderte ich immer meinen Opa, denn mein Opa war nicht nur für damalige Zeiten ein sehr innovativer und erfolgreicher Großbauer, der geborene Unternehmer schlechthin, sondern er konnte auch sehr überzeugend reden und viele Menschen damit in seinen Bann ziehen. Er hielt auch oft spontan Reden, sei es bei diversen Familienfeiern oder bei Jubiläen im Freundeskreis. Auf ihn war immer Verlass, da kamen immer „g’scheite Worte“. Ok, jetzt könnte man einwenden, mein Opa war auch ein kleiner Kommunalpolitiker und hat das gelernt. Nein, Trainings auf diesem Gebiet gab es damals sicherlich nicht. Er hatte einfach ein wahnsinniges Gespür für Menschen und Geschichten. Er wusste damals schon, wie Menschen ticken und dass man mit Geschichten und Persönlichkeit überzeugen kann. Opa hat also damals schon intuitiv gewusst, wie Storytelling funktioniert.

Opa überzeugte mit Storytelling

Opas Reden hatten immer Inhalt und Substanz. Ich dachte mir schon damals: Wo kann man das lernen? Woher nimmt er diese Ideen? Wie kommt es, dass ihm jeder zuhört, sobald er das Wort ergreift? Er hatte es einfach drauf.
Nun, bezüglich Auftreten in der Öffentlichkeit war mein Opa mein großes Vorbild, meine Inspiration. Ich wollte so überzeugen und einmal so Geschichten erzählen können, wie er. Was mir noch in Erinnerung blieb ist sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und sein dementsprechendes Auftreten. Zu uns Kindern sagte er immer: „Brust raus, Kopf hoch, laut sprechen, fester Händedruck. Steh zu deiner Meinung!“

Im Prinzip ist es genau das, worauf es ankommt: So sein, wie man ist, die Vorzüge seiner Persönlichkeit rauskehren und zu dem stehen, was man sagt und tut. Sei also keine Kopie, sei du selbst.

Ich fing an, meine Geschichte zu schreiben

Die Jahre vergingen, ich wurde erwachsen, besuchte die Tourismusschulen und wusste, dass ich später einmal sicher nicht in diesem Sektor arbeiten wollte. Ich wusste aber noch immer nicht, was ich wollte.
Ich inskribierte an der Wirtschaftsuni und als ich zufällig am Marketinginstitut vorbeikam, war es plötzlich wieder da: Diese Präsenz von meinem Opa mit seiner standhaften Meinung, dieses Überzeugenkönnen, dieses „etwas gut vermarkten“ können.

Ich hatte plötzlich ein glasklares Ziel vor Augen

Wahrscheinlich hat es über die Jahre in mir geschlummert und musste nur geweckt werden. Ich wusste es sofort: Das will ich machen! Ich will Marketing studieren. Von diesem Augenblick an wollte ich unbedingt einmal im Marketing arbeiten. Und seit damals, seit über 20 Jahren mache ich nichts anderes. Ich studierte Marketing, arbeitete in vielen Unternehmen in unterschiedlichen Branchen im Marketing. Ich war sehr glücklich, das war genau mein Weg, der fühlte sich so richtig und gut an.

Und ich gehe ihn weiter, früher im Angestelltenverhältnis, aber seit einigen Jahren bin ich mein eigener Boss. Mit Anpassungen da und dort, aber das ist mein Weg, das bin ich heute. Danke, Opa.

 

Wie sieht deine Geschichte aus? Welchen Weg hast du eingeschlagen? War er von Anfang an vorgezeichnet? Manchen Menschen ist dieser klare Weg schon von Kind an vorgegeben, manche gehen ihn unbewusst, aber doch zielstrebig, manchen „passiert“ er erst später, so wie mir. Doch die Wurzeln dafür werden immer schon sehr früh gelegt.

Alles Liebe,
Michaela

2 Kommentare
    • Michaela Benkitsch
      Michaela Benkitsch says:

      Hallo Karin, lieben Dank! Ich freue mich selbst und es ist wirklich spannender Prozess, dieses Warum für sich selbst herauszufinden. Ich freue mich schon auf deine Story und deinen Opa 😉
      Alles Liebe,
      Michaela

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