Markenentwicklung__Michaela Benkitsch

Marken-Entwicklung: Zuerst die Markenidentität, dann das Design

Gib acht bei der Markenentwicklung: Die Markenidentität und das Markendesign sind zwei Paar Schuhe! Zuerst kommt das Fundament, dann das Design!

….aus der Markenpraxis. Meine Frage: „Was macht deine Marke aus? Wie ist sie positioniert? Wofür steht sie?“ Auf diese Fragen kommen dann Antworten wie: „Wir haben ein Logo, Visitenkarten, sogar einen Messestand und der Programmierer überlegt sich gerade eine Homepage.“

Alles klar. Das sind jene Unternehmer, die sich leider nicht sehr intensiv mit dem Thema Marke auseinandergesetzt haben. Sie reduzieren das Thema Marke auf die visuelle Ebene, auf das Branding, das Design. Sprich, alles, was „markiert“ wurde, also „mit dem Logo versehen wurde“, das ist Marke für sie. Bei einer starken Marke sollte jedoch viel mehr dahinterstecken, wenn sie wachsen und wirklich erfolgreich werden soll.

Du bist Einzelunternehmer? Auch dir empfehle ich, es anders, nämlich richtig zu machen: Bitte setze niemals das Logo mit deiner Markenidentität, deinem Markenkern gleich. Egal, wie groß oder klein dein Unternehmen ist, ob du Einzelunternehmer bist, eine Dienstleistung oder ein Produkt anbietest, die Regeln und Schritte eines erfolgreichen Markenaufbaus sind immer dieselben!

Bei der Entwicklung deiner Marke kommt das Logo ganz zum Schluss!

Die gestalterische Ebene der Marke betrifft die Logoentwicklung und den gesamten visuellen Auftritt der Marke. Ja, definitiv eine sehr wichtige Ebene, denn schlussendlich nimmt der Kunde von außen die Marke wahr. Aber das ist nun mal „nur“ die Oberfläche und sollte erst ganz am Ende des Entwicklungsprozesses einer Marke stehen. Viele zäumen fälschlicherweise das Pferd von hinten auf und beginnen mit dem Design.

Warum ist dein Traummann dein Traummann?

Stell dir vor, du lernst deinen vermeintlichen Traummann kennen. Erst kennst du nur sein Äußeres – du bist sofort ganz hin und weg. Endlich ist die Gelegenheit da, ihn näher kennen zu lernen. Im Zuge der Gesprächen lernst du seine Einstellung, seine Werte, seine Visionen, seine Wünsche und Träume kennen (hat er welche?). Du stellst enttäuscht fest, dass er doch nicht der Mann deiner Träume ist, da er weder Ziele hat, noch gemeinsame Werte mit dir teilt. Du findest relativ wenig Gemeinsamkeiten. Du warst geblendet von seinem attraktiven äußeren Erscheinungsbild, von seinem „Design“. Dahinter verbirgt sich jedoch nicht das, was du erwartet hast. Es ist für dich nicht stimmig, es passt nicht, es ist leer, ohne Tiefgang – ihr passt nicht zusammen.

 

Markenidentitaet_Michaela Benkitsch

 

Ohne Markenidentität ist deine Marke leer

Ähnlich ist es mit Marken. Wenn du lediglich ein Logo irgendwo darüberstülpst, ohne dich näher mit dem Markenkern auseinander gesetzt zu haben, wird es dünn, leer und nichtssagend. Deine Marke wird keine Werte haben, sie hat keine Substanz. Es ist nichts da, worüber die Marke erzählen kann, wofür sie steht, welche Werte sie vertritt und lebt. Wie soll sich dein Wunschkunde mit ihr identifizieren können, wenn du ihr keine Persönlichkeit einhauchst?

Zuerst das Fundament, dann das Haus

Das Positive an deinem Unternehmen, deiner Marke, deiner eigenen Person ist, dass du sie gezielt steuern kannst im Zuge der Markenentwicklung: du kannst nämlich selbst bestimmen, welche Werte dir und ihr wichtig sind und wie das Markenfundament aufgebaut ist.

Ein weiterer Vergleich wäre der eines Hausbaus. Du planst zuerst mit einem Architekten, dann geht’s los: Zuerst das Fundament, dann erst das Haus und zum Schluss die schöne Fassade und die dekorativen Blumen. Mach es auch bei der Entwicklung deiner Marke so. Kümmere dich zuerst um das Fundament!
Nun kann es natürlich sein, dass du bereits mit deinem Unternehmen aktiv bist, dein Design steht, aber irgendwie finden dich deine Kunden nicht. Das kann verschiedene Gründe haben, wobei der Hauptgrund meist am fehlenden Fundament liegt. Also zurück an den Start, denn es wird sich auch für dich rentieren, in deine Marke mehr Zeit zu investieren.

Vergiss also bitte die falsche Vorgangsweise und mach du es richtig: Im Rahmen der Markenentwicklung definierst du die Markenidentität (dein Fundament), viel später folgt erst das Visuelle, das Logo, das Corporate Design, das Branding. Es ist falsch, eine Marke ohne Fundament zu bauen. Sie wird niemals erfolgreich sein.

 

Wie bist du vorgegangen? Hast du eine solide Basis? Hast du mit dem Fundament gestartet oder einfach einen Designer beauftragt? Schreib es doch gerne in die Kommentare, dein Feedback würde mich freuen.

Alles Liebe,
Michaela

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