Starke Marken_Erfolgsfaktor_Michaela Benkitsch

Der entscheidende Erfolgsfaktor: Die starke Marke

Eine starke Marke macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg

Du hinterfragst vielleicht, ob du wohl unter Tausenden von anderen, die angeblich dasselbe anbieten wie du, eine Chance hast, mit deinem Unternehmen erfolgreich zu sein? Du kennst einige Erfolgsgeschichten von bekannten Persönlichkeiten oder großen Marken, zweifelst aber daran, ob auch du das schaffen kannst? Ja, das kannst du, denn du kannst deinen Erfolg strategisch planen. Auch du kannst deine starke Marke aufbauen und zwar auch ohne großes Budget.

Deine starke Marke als Erfolgsfaktor

Marken sind der größte Erfolgsfaktor für Unternehmen, egal, ob es sich um ein kleines Einzelunternehmen handelt oder um einen großen Konzern, egal, ob du online Beratungsleistungen anbietest oder offline ein lokales Unternehmen führst. Es reicht einfach nicht aus, „nur“ ein Produkt oder eine Dienstleistung anzubieten. Es braucht viel mehr dazu, um erfolgreich zu sein. Wir müssen rund um unsere Leistung eine starke und einzigartige Marke aufbauen, da wir ansonsten vergleichbar und austauschbar sind, und schlimmer noch: In der Masse untergehen. Wenn du in den Augen deiner Kunden zu einem Allerweltsprodukt wirst, macht dich das verwundbar und du bist leicht ersetzbar.

Was der Bauch mit der Marke zu tun hat

Stell dir vor, du bist auf der Suche nach Schokolade oder Konfekt als Geschenk oder Mitbringsel, da du bei Freunden zum Abendessen eingeladen bist. Du stehst also im Geschäft vor dem Schokoregal. Für welche Schokolade entscheidest du dich?

Meine Wahl würde auf jene Schokolade fallen, bei der jeder einzelne Tropfen des braunen Goldes persönlich vom Schweizer Chocolatier per Hand gerührt wurde. Das ist genau das Bild, das ich in diesem Moment in meinem Kopf habe.

Und außerdem: Jeder weiß, dass Schweizer Schokolade ein tolles Image hat, – sie muss einfach gut sein! Ich stehe also noch immer vor dem Schokoregal und habe im Augenblick der Wahl diese eindeutigen, stimmigen Bewegtbilder vor Augen, die – wie konditioniert – auch meinen Speichelfluss anregen. Und ich weiß auch, wenn man Lindt schenkt, greift man keinesfalls daneben. Da freut sich bestimmt auch der Gastgeber. „Lindt schmeckt einfach besser und ist eine Premiummarke – diese Stellung ist in den Köpfen der Konsumenten fest verankert.

Der Bauch entscheidet, die Emotion entscheidet. Ist das Bauchgefühl einmal da, suchen wir nur noch nach logischen Argumenten, um das Bauchgefühl zu bestätigen. Lindt hat gewonnen.

 

Wie dein Gefühl zu Bindung wird

Wenn also dein Gehirn eine emotionale Bindung registriert, können wir diese kaum ignorieren. Das ist bei harten Fakten anders, hier schalten wir auf Durchzug, wir nehmen sie aufgrund der unendlich großen Zahl an Reizen, die auf uns einwirken, gar nicht wahr.

Erinnere dich zurück an den letzten Vortrag, den du gehört hast. Woran denkst du, was fällt dir ein? Sollte der Speaker wirklich gut gewesen sein, so hat er bestimmt einige Anekdoten erzählt, um den Vortrag lebendig und emotional zu gestalten und um das Publikum einzubinden und für sich zu gewinnen. Du warst also offen für die Aufnahme dieser „emotionalen Informationen“.

Merke dir: Dein Gehirn kann Daten vergessen, aber sehr schwer Gefühle. Deshalb hat dieser Speaker ganz bewusst Geschichten eingebaut und so für eine besondere Stimmung gesorgt.

 

Zurück zur Schokolade und zur Ratio

Objektiv gesehen schneidet Lindt wahrscheinlich in Blindverkostungen gleich gut (oder sogar schlechter?) als der Premium-Mitbewerb ab. Aber Achtung, bei der objektiven Beurteilung einer Marke geht es um Wissen, nicht um Emotionen, also nicht um unser Bauchgefühl! Vor dem Schokoregal entscheidet, wie gesagt, nicht das Gehirn!

Auf welche Schokolade greife ich, wenn ich diese für mich selbst kaufen möchte? Oder für meine Kinder (alle drei sind Schokotiger, so wie ich; ich mag kein Gummizeugs). Ich bevorzuge auch hier eine Marke, wahrscheinlich wird’s lila oder quadratisch. Auch hier läuft ein Film vor meinen Augen ab, die Qualität passt, ich finde meine Lieblingssorte und die der Kinder, der Preis passt ebenso. Bei dieser Wahl für den Alltag liege ich genau richtig.

Wir sehen schon, beide Marken, ob lila oder aus der Schweiz – beide sind unterschiedlich positioniert. Beide haben ihre Berechtigung, beide haben Markenwelten, die uns in Entscheidungssituationen helfen, die richtige Wahl zu treffen. Das Erfolgsgeheimnis starker Marken ist auch, dass sie unsere Kaufentscheidung stark beeinflussen. Ich würde eher sagen: erleichtern, in Sekundenschnelle.

Noch ein Beispiel: Coca-Cola vs. Pepsi-Cola. Coca-Cola ist zwar DAS Original und schmeckt auch besser – so ist die Einschätzung (Emotionen!) der Konsumenten, aber Blindtests zeigen hier regelmäßig andere Ergebnisse (Gehirn). Also: Es kommt in erster Linie nicht darauf an, wie du schmeckst (klar, dein Produkt muss ok sein), sondern was sich in den Köpfen der Konsumenten abspielt. Das Bild von Coca-Cola ist eben positiver besetzt, Coca-Cola ist DAS Original, das wissen wir.

Eine starke Marke ohne Marketingbudget?

Aber nun wirst du berechtigterweise sagen, dass diese Marken riesiges Marketingbudget sowie das Team dahinter, angefangen vom Marketing Direktor bis zum Brand Manager und einige Spezialagenturen (Online-Agentur, PR-Agentur, Werbeagentur…) zur Verfügung haben und natürlich mittels Werbung in der Lage sind, ihr Markenimage und ihre Markenwelten aufzubauen. Ja, das stimmt natürlich. Um eine große Marke wie Milka, Lindt oder Coca-Cola aufzubauen, muss man sehr großes Marketingbudget einsetzen.

Die Möglichkeit haben wir Berater, Trainer, Coaches oder kleine Geschäftsleute ums Eck nicht. Aber weißt du was? Wir brauchen gar kein Riesenbudget!

Worauf wir achten müssen ist: wir dürfen nicht als „Allerweltsperson“ wahrgenommen werden. Wir müssen Austauschbarkeit vermeiden und uns auf unsere Persönlichkeit konzentrieren. Denn mit dieser können wir auf einzigartige Weise Probleme lösen. Wir müssen „faszinierend“ sein! Wie das geht, verrate ich dir in einem kommenden Blogbeitrag. Ich möchte dann näher auf diese „Faszination“ eingehen, sowie auf das Herausfinden deiner persönlichen Stärken und wie du sie nutzen kannst, sodaß du zur unvergleichlich und einzigartigen Marke wirst.

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