Newsletter Marketing ist ein breit bekanntes Tool des One-to-One Marketings, das man offline (in Form von Direct Mailings) und/oder online einsetzt. Der Newsletter eignet sich besonders als Kundenbindungsmaßnahme, mit dem man seine Kunden direkt erreichen und sehr gezielt ansprechen kann. Leider wird der Newsletter in der Praxis oft belächelt und vernachlässigt, da es sich um ein „altes Tool“ handelt und „nix Neues“ ist. Richtig eingesetzt – und die Profis wissen das! – ist es der optimale One-to-One Kanal, auf dem ich meine Botschaft sehr direkt kommunizieren kann.

Wie geht’s richtig?

Aber wie geht man das Thema Newsletter richtig an? Solltest du WordPress als CMS für deine Webseite haben, kannst du ganz einfach Newslettersoftware, die mittels Plugin gratis zur Verfügung steht, hochladen. Ich habe mit Mailchimp meine ersten Erfahrungen gemacht. Man kann damit sehr einfach und rasch Newsletter versenden kann (schon die Gratisversion bietet sehr umfangreiche Funktionen). Doch worauf muss man bei der inhaltlichen Gestaltung des Newsletters achten?

Optimale inhaltliche Gestaltung des Newsletters

Generell gilt die Kernregel der Kundenorientierung: “Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“

Betreffzeile

Sie sollte kurz und knackig sein, und vor allem Neugier erzeugen. Schließlich willst du, dass dein Newsletter geöffnet wird. Die Betreffzeile ist das erste, was der Kunde in seiner Inbox sieht. Sorge dafür, dass sich dein Newsletter von der großen Masse in der Inbox abhebt. Bedenke, dass der Kunde freiwillig deinen  Newsletter abonniert hat. Jetzt liegt es an dir, diese Chance zu nutzen. Fade oder zu technisch formulierte Betreffzeilen sind hier fehl am Platz. Diese Newsletter werden nicht geöffnet, – im schlechtesten Fall meldet sich der Kunde sogar von Ihrer Liste ab. Das geht schneller, als man denkt. Ein Negativbeispiel wäre: „Newsletter Nr. 13: aktuelle Herbstaktion“. Das Positivbeispiel dazu: „Nur noch heute: Das rare 3er-Set Blaufränkisch“.

Personalisierter Versand

Vermeide Massenmails, denn dann wirst du als Spam klassifiziert und landest im schlechtesten Fall auf der Blacklist. Bevor du deinen Newsletter versendest, solltest du ihn einer Spamprüfung unterziehen. Es gibt Plattformen wie zum Beispiel Mail-Tester, die diesen Service kostenlos anbieten: www.mail-tester.com

Absender

Definiere einen eindeutigen Absender, der klar erkenntlich ist und zu deinem Unternehmen passt.

Ausgewogenes Text- und Bildverhältnis

Solltest du mehrere Themenblöcke kommunizieren, so bilde sinnvolle Gruppierungen mit Bildern und Texten. Der jeweilige Abschnitt sollte zur Detailbeschreibung auf die Webseite verlinken. Solltest du ein Produkt oder Dienstleistung anpreisen, das du verkaufen möchtest, so verlinke dann direkt in den Webshop oder auf eine Landingpage, um den Kaufprozess so einfach wie möglich zu gestalten. Keinesfalls verlinke aber einfach auf die Startseite des Webshops, wo dieses Produkt nicht sofort ersichtlich ist. Die Verlinkungen können im Übrigen im Nachhinein ausgewertet werden, um die Interessen der Empfänger besser einzuschätzen und in Zukunft Optimierungen vorzunehmen: Was wurde wie oft geklickt?

Die richtige Sprache für die richtige Zielgruppe

Es versteht sich von selbst, an die englischsprachigen Empfänger den Newsletter in englischer Sprache und an die deutschsprachigen Empfänger in Deutsch zu schicken. Schicke niemals zwei- oder sogar dreisprachige Newsletter raus. Abgesehen vom nicht gerade zielgruppengerechten Vorgehen, könnte es passieren, dass bei diesem Vorgehen der Newsletter als Spam degradiert wird und den Adressaten nicht erreicht.

Empfänger mit Permission

An wen darf der Newsletter versendet werden? Ausschließlich an Personen, von denen du die ausdrückliche Einwilligung hast. Wenn du ein Newsletter-Plugin auf deiner Webseite installiert hast, ist der Anmeldeprozess meist relativ einfach. Die Plugins bieten oft das sogenannte „Double-Opt-In“ an (checke, ob du diese Option aktiviert hast). Sprich, die Interessenten tragen im Anmeldeformular auf ihrer Webseite ihre Daten ein, und bekommen im Anschluß einen Link in ihre Mailbox zugesendet. In dieser Mail werden sie dann aufgefordert, den Link zu bestätigen. Erst dann ist die Mailadresse verifiziert bzw. kann davon ausgegangen werden, dass der Interessent die richtige E-Mail Adresse angegeben hat. Danach wird er automatisch in den Verteiler aufgenommen. Hast du zum Beispiel im Rahmen einer Messe oder eines Gewinnspiels Daten gesammelt, muss auch hier der Konsument ausdrücklich zugestimmt haben (oft durch Ankreuzen), einen Newsletter erhalten zu wollen. Übrigens, der Abonnent muss die Email-Adresse sowie deren Nutzung zum Versand des Newsletters jederzeit widerrufen können. Diese Widerrufsmöglichkeit wird ihm normalerweise über einen Link in jedem Newsletter geboten.

Impressum

Die Impressumpflicht gilt nicht nur für die Webseite selbst, sondern auch für den Newsletter. Das ist den Versendern von Newslettern in der Praxis oft nicht bewußt. Wie viele Informationen du anführen müssen, hängt davon ab, ob dein Unternehmen bzw. Newsletter zu den „großen“ Newsletter zählt (also „meinungsbildend“ ist) oder zu den „kleinen“. Für nähere Infos dazu findest du Ausführungen der WKO.

Ich hoffe, dieser kleine Ratgeber hilft dir bei der Konzeption und Umsetzung deines Newsletters. In diesem Sinne – viel Spaß.

Solltest du Anmerkungen oder Ergänzungen haben, freue ich mich auf dein Feedback.